Reisebericht Teil 1

Peyto Lake Beitragsvorschau

Hier finden Sie den ersten Teil unseres ausführlichen Reiseberichtes über unsere Rundreise mit dem Motorhome durch den Westen Kanadas im Sommer 2015. Start- und Endpunkt war jeweils Vancouver, der Reisezeitraum vom 16.06.2015 bis 11.07.2015 (22 Tage). Möchten Sie sich vorab einen Überblick über die gesamte Route, den Übernachtungen sowie über die gesamten Kosten verschaffen, finden Sie eine Auflistung in diesem Beitrag. Sie haben den ersten Teil bereits gelesen? Dann geht es hier zum zweiten Teil.

19.06.2015 – Tag 0: Flug und Ankunft
Los ging es um 10 Uhr vom Flughafen in München mit der LH101 nach Frankfurt, wo wir nach einer Umsteigezeit von knapp 2,5 Stunden mit der LH492 nach Vancouver abhoben. Geplante Ankunftszeit war 14:15 Uhr Ortszeit. Der Flieger war pünktlich, sodass wir nach Immigration und Zoll relativ zügig zur Bushaltestelle gehen konnten, wo wir per Telefon den Shuttlebus des Hotels benachrichtigen, der uns dann nach ca. 20 Minuten Wartezeit abholte und zum rund 10 Minuten entfernten Hotel brachte.
Wir wählten das Ramada Limited Vancouver Airport aus, da dieses Hotel mit Wyndham Reward Punkten zahlbar war. Damit kostete es uns keinen einzigen Euro – außer 15,000 Punkte. Außerdem wurde das Hotel durch unseren Wohnmobilvermieter „Fraserway“ mit dem Shuttelbus angefahren, sodass wir am nächsten Tag auch ohne Probleme direkt zum Wohnmobil gebracht werden konnten.

20.06.2015 – Tag 1: Übernahme Wohnmobil
Nach dem Frühstück und einer kurzen Nacht (Jetlag…) wurden wir vom Fraserway Shuttlebus abgeholt, wo wir nach ca. 1,5 Stunden Fahrt (inkl. Stopp an einigen weiteren Hotels wo Gäste zustiegen) in Abbotsford ankamen und das Wohnmobil übernehmen durften. Nach rund 1 Stunde war alles erledigt, der nette Herr, der die Übergabe gemacht hat, hat sogar perfekt Deutsch gesprochen. Nun ging es ans Koffer auspacken und einräumen. Nach rund 30 Minuten war auch das erledigt und wir fuhren endlich los. Erstes Ziel: Der Real Canadian Superstore in Chilliwack zum Großeinkauf. Natürlich durfte der Jumbo-Pack Eis nicht fehlen. Nachdem wir die rund 150 ausgegebenen kanadischen Dollar in Form von Lebensmitteln in Kühl- Gefrierschrank sowie in anderen Fächern verstaut hatten ging es weiter zur ersten Zieletappe, dem Mule Deer Campground im Manning Provincial Park.

Übernachtung: Mule Deer Campground, Platz 37
Die Route im Detail:

21.06.2015 – Tag 2: Auf nach Kekuli Bay
Die heutige Etappe führt uns weiter nordwärts über Princeton und Summerland vorbei an Kelowna in den Kekuli Bay Provincial Park, wo wir in einem der schönsten Campingplätze übernachteten, der uns auf unserer Tour in Erinnerung geblieben ist.
Der erste Stopp war Princeton: Eine kleine, beschauliche Stadt mit alten historischen Häusern. Hübsch und sehenswert. Danach fuhren wir lt. Routenplaner durch die kleine Gemeinde Hedley, wo jeden Sonntag ein typischer „Farmers Market“ stattfindet. Heute ist zufällig Sonntag, also legten wir hier auch einen kleinen Zwischenstopp ein und genossen den kleinen beschaulichen Markt im (unerwartet) typischem Western Style inkl. Live Country Musik. Danach ging es über Peachland am Okanagan Lake über Kelowna weiter in den Kekuli Bay Provincial Park. Der dortige Kekuliy Bay Campground ist ein sehr schön gelegener, sonniger Campingplatz und herrlichem Ausblick auf den See. Einer der schönsten, die uns in Erinnerung geblieben sind.

Bilder vom Campingplatz:

Übernachtung: Kekuli Bay Campground, ebenfalls Platz 37
Die Route im Detail:

22.06.2015 – Tag 3: Volles Programm
Der heutige Tag führt uns weiter nordwärts, an Vernon vorbei über Revelstoke am Mt. Revelstoke National Park bis nach Martha Creek. Auf dieser Strecke gab es viele sehenswerte Stopps, die wir einlegten. Erstes Ziel war das kleine Dorf Craigellachi, dort befindet sich die Stelle, wo am 7. November 1885 der symbolische „Letzte Nagel“ (last spike) der transkanadischen Eisenbahn gesetzt wurde. Nächster Stopp waren die Suspension Bridge Waterfalls. Das waren die ersten (der ganz vielen) Wasserfälle auf unserer Strecke, daher nahmen wir die mit. Das hatten wir nicht so im Blick. Im Nachhinein betrachtet lohnt es sich zwar dort anzuhalten aber Wasserfälle gibts in Kanada auch noch genügend andere, wo man keinen Eintritt zahlen muss. Ein weiterer, sehr lohnenswerter Stopp war dann definitiv die „Geisterstadt“ bzw. das Museumsdorf Three Valley Lake Chateau. Hier kann man sicherlich einen halben Tag oder länger verbringen, egal ob man Autofan oder Eisenbahnfan ist. Kurz vorm Campingplatz kamen wir durch Revelstoke, wo wir noch kurz anhielten und uns einen Überblick verschafften. Für den nächsten Tag ist der Meadows in the Sky Parkway geplant.
Bilder aus Craigellachi und der Suspension Bridge:

Bilder aus dem Museumsdorf bei Three Valley Lake Chateau:

Bilder vom Campingplatz:

2 Übernachtungen: Martha Creek Campground, Platz 33
Die Route im Detail:

23.06.2015 – Tag 4: Meadows in the Sky Parkway
Heute steht der Meadows in the Sky Parkway auf dem Mt. Revelstoke mit einer Wanderung auf dem Programm. In Revelstoke zweigt der Meadows in the Sky Parkway vom Trans-Kanada Highway ab und schlängelt sich in vielen engen Serpentinen auf rund 26 Kilometern in Richtung des Gipfels. Startpunkt bei Kilometer 0 sind 498 Höhenmeter, Ziel bei Kilometer 26 sind 1935 Höhenmeter. Das Wetter spielt zwar heute nicht ganz so mit, aber zumindest regnet es nicht. Auf dem weg zum Gipfel gab es einige Rastplätze mit Aussichtsmöglichkeiten, wovon wir einige wahrnahmen. Rund 1 Kilometer unterhalb des Gipfels befindet sich der Parkplatz, danach geht es nur zu Fuß oder nochmal mit einem Shuttlebus weiter. Wie entschieden uns für den Fußweg. Oben angekommen zweigten die ganzen Wanderwege ab und wir wanderten rund einen halben Tag durch das Gebirge.
Impressionen:

24.06.2015 – Tag 5: Fahrt in den Banff Nationalpark
Nun geht die Reise endlich weiter in den Banff Nationalpark und somit in die Rocky Mountains. Die kommende Woche wird nur aus Highlights bestehen, das war uns bei der Planung schon klar. Angefangen vom besten und schönsten Campingplatz den wir uns vorher sorgfältig ausgesucht hatten, über den Icefields Parkway in den Jasper Nationalpark. Los ging es aber erstmal früh am Morgen ostwärts über den Trans-Kanada Highway. Erster Stopp war der Giant Cedars Boardway Trail. Gut, wer jetzt schonmal den Sequoia-Nationalpark in Kalifornien besucht hat, dem wird das Ganze sicherlich nicht ganz so spektakulär vorkommen… aber aus unserer Sicht hat sich der Besuch trotzdem gelohnt – auch, weil der Trail halt direkt am Highway liegt und man keine Umwege in Kauf nehmen muss. Nächster Stopp war dann der Rogers Pass im Glacier Nationalpark. Nach einem kurzen Fotostopp ging es auch schon weiter, an Golden vorbei, zu einem Aussichtspunkt auf die Spiral Tunnels. Nun überquerten wir die Grenze zwischen Bristish Columbia und Alberta und fuhren auf dem Trans-Kanada Highway weiter bis Lake Louise.

Angekommen im Banff Nationalpark und auch auf dem Two Jack Lakeside Campground, auf den wir uns schon sehr freuten. Den Platz haben innerhalb der ersten Sekunden nach Freitschaltung der generellen Reservierungsmöglichkeit im Banff gebucht. Die Reservierungen im Banff wurden am 02. April 2015 um 8 Uhr Ortszeit (=16 Uhr MEZ) freigeschalten. Um 15:59 Uhr hatten wir bereits das Formular in zwei verschiedenen Browserfenstern offen und soweit mit unseren 2 gewünschten Plätzen (1. Wahl: 44 und zweite Wahl: 63) ausgefüllt, sodass wir exakt um 16 Uhr auf „abschicken“ klickten. Leider wohl 1 Millisekunde zu spät, da haben uns die automatischen Reservierungssysteme einen Strich durch die Rechnung gemacht. Platz 44 (direkt am See) war weg. Aber die Freude überwiegte dann doch, als das wir zumindest Platz 63 ergattern konnten. Anzumerken sei noch, dass nicht jeder Platz auf dem Two Jack Lakeside für Motorhomes bis 25ft geeignet ist, das musste man im Formular aber angeben und bekam dann nur die Plätze angezeigt, die auch passten. Generell ist das eher kein Platz für Motorhomes, maximal kleine Trailer aber vor allem für Zelte.
Hier sind nun ein paar Bilder vom Platz und vom See:

4 Übernachtungen: Two Jack Lakeside Campground, Platz 63 (gebucht innerhalb der ersten Sekunden nach Freischaltung der Reservierungsmöglichkeit am 02. April um 16 Uhr – sonst keine Chance…)
Die Route im Detail:

25.06.2015 – Tag 6: Wanderung in den „Sunshine Meadows“
Nach der ersten Nacht auf dem Two Jack Lakeside steht heute eine der schönsten Wanderungen unseres gesamten Urlaubs auf dem Programm. Nach ausgiebigem Frühstück fuhren wir knapp 30min westwärts, über den Trans-Canada-Highway und bogen dann nach links auf die Sunshine Road ab um ins Sunshine Village zu fahren. Im Winter ist das ein super Skigebiet und im Sommer ein perfektes Wandergebiet. Die Straße hört im Sunshine Village auf, ab dort geht es nur zu Fuß, per Shuttle oder mit dem Sessellift weiter. Da dieser im Sommer außer Betrieb ist, fuhren wir mit dem Shuttlebus (ein typischer „Schoolbus“) bis zur Bergstation, wo sich auch die „Sunshine Mountain Lodge“ befindet. Wir hätten auch rund 30min dorthin Laufen können, so haben wir uns jedoch rund 1 Stunde gespart, da es hier nur um „Strecke machen“ geht. Oben angekommen wanderten wir los in Richtung „Rock Isle Lake“, bogen dann rechts ab, immer weiter den Berg hinauf bis zu einer Aussichtsplattform über die gesamten „Sunshine Meadows„, dahinter konnte man die Grenze zwischen Alberta und British Columbia überqueren. Die Plattform bestand aus einem rund 10 Meter hohem Holzgerüst und hatte einen WiFi Spot! Der war zwar nicht sehr schnell, aber man konnte kostenlos ins Internet um dort kurz seinen Status in den sozialen Netzwerken upzudaten… Wir liefen dann wieder zurück am „Rock Isle Lake“ vorbei und wanderten noch den Trail rund um den „Grizzly Lake“ und um den „Larix Lake“ bevor wir gegen 16:30 Uhr wieder mit dem letzten Bus von der Bergstation ins Tal fuhren, uns kurz am Wohmobil ausruhten um dann zurück zum Campground zu fahren.
Die Fotos können dieses tolle und beeindruckendes Erlebnis gar nicht richtig wiedergeben, man muss es selbst erleben… und trotz aktiver „Bear Warning“ haben wir – zum Glück – keinen Grizzly getroffen.

Die Fahrt zum Sunshine Village:

Unsere Wanderroute in den Sunshine Meadows:

26.06.2015 – Tag 7: Wanderung zu Plain of Six Glaciers / Mirror Lake
Nach der zweiten Nacht auf dem Two Jack Lakeside steht heute erneut eine der schönsten Wanderungen auf dem Programm. Es geht nach Lake Louise, zum Chateau um von dort auf dem rund 7 Kilometer langen „Plain of Six Glaciers“ zu wandern. Dazu mussten wir erst rund 50min auf dem Trans-Canada-Highway Richtung Norden, durch Lake Louise fahren, bis wir rund 6 Kilometer nach Lake Louise das „Fairmont Hotel Lake Louise“ erreichten. Dort parken wir unser Motorhome auf dem Parkplatz und wanderten am Schloss vorbei auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen los zum „Plain of Six Glaciers“. Dabei ging es anfangs steil bergauf, an Wasserfällen vorbei bis zu unserer ersten Station, dem „Mirror Lake“ – er macht seinem Namen alle Ehre. Ein wunderbarer kleiner, klarer Bergsee, indem sich die mächtigen Rocky Mountains spiegeln. Wir wanderten dann immer weiter bergauf, durch bewaldetes Gebiet, bis irgendwann die Bäume weniger wurden und es nun an kleineren Schneefeldern vorbei nur noch auf dem Schotter des ehemaligen Gletschers weiter ging. Am Ende unserer Wanderung erreichten wir das „Tea House“.

Die Fahrt zum Chateau Lake Louise:

Unsere Wanderroute:

27.06.2015 – Tag 8: Banff – Downtown / Sulphur Mountain / Lake Minnewanka
Nach den zwei doch anstrengenden Wandertagen lassen wir unseren letzten Tag im Banff Nationalpark ruhig angehen… Auch aus einem anderen Grund: Heute feiern wir Geburtstag – meine bessere Hälfte wird 33! Nach dem Auspacken der Geschenke

Geburtstag in Kanada: 33
Geburtstagsgeschenk: Musical Karten für den König der Löwen in Hamburg!

und einem ausgiebigen Frühstück möchten wir uns heute in Downtown Banff einen gemütlichen Tag machen. Am späten Vormittag ging es dann also los. Zuerst steuerten wir das berühmte Fairmont Banff Springs Hotel and um dann in Richtung Seilbahn zum Sulphur Mountain zu fahren. Da heute nicht nur ein Geburtstag ansteht, sondern auch noch richtig schönes und warmes Wetter war, entschlossen wir uns für die einfachste Variante der Bergbesteigung: Die Seilbahn bzw. „Banff Gondola“ wie sie hier heißt. Die Gondola und einige andere Attraktionen werden von brewster travel canada betrieben! An der Talstation angekommen (die Parkplätze waren schon richtig voll) kauften wir nach etwas Überlegen anstatt lediglich des Seilbahntickets für die Auf/Abfahrt den Banff Ultimate Explorer Pass! Stolze 314 CAD für 2 Personen – aber was kostet die Welt… es ist Geburtstag und Urlaub und schönes Wetter und außerdem können wir nun nicht nur Gondola fahren, sondern auch den Glacier Skywalk besuchen, mit dem Ice Explorer auf den Athabasca Gletscher fahren und eine einstündige Panorama Bootstour auf dem Lake Minnewanka unternehmen. Alles Attraktionen, die uns zusagten und bei denen wir im Laufe der weiteren Reise noch vorbeikommen.
Nun ging es aber endlich mit der Banff Gondola hoch auf den Sulphur Mountain. Ein definitiv lohnenswertes Erlebnis, der Ausblick über die Stadt Banff und in die Rocky Mountains ist sagenhaft. Nachdem wir uns rund eine Stunde auf den Aussichtsplattformen aufgehalten hatten ging es wieder ins Tal. Dann zu den Bow Falls in direkt in der Stadt und da der Lake Minnewanka auch gleich in der Nähe ist, unternahmen wir am späten Nachmittag auch noch die Geburtstags-Panorama Bootstour. Am Abend ließen wir den schönen Tag bei einem Abendessen auf der Terasse der „Park Distillery“ in Downtown Banff ausklingen. Wobei zu einen vorher die Parkplatzsuche und dann auch das Einparken mit dem Motorhome eine gewisse Herausforderung darstellten…

28.06.2015 – Tag 9: Auf dem Icefields Parkway unterwegs / Parker Ridge Trail
Heute geht unsere Reise weiter, auf – bzw. über – eine der schönsten Straßen der Welt: Dem Icefields Parkway in Richtung Jasper inklusiver nächster spektakulärer Wanderung. Der Icefields Parkway (Highway 93) beginnt bei Lake Louise und schlängelt sich dann 230 Kilometer bis Jasper, die Hauptsehenswürdeigkeit dabei ist bei Kilometer (von Lake Louise gesehen) das Columbia Icefield, wo auch die brewster travel Touren auf den Athabasca Gletscher unternommen werden. In dieser Region planen wir auch unsere heutige Übernachtung.
Wir fuhren also los und bogen rund 2 Kilometer nach Lake Louise nach rechts auf den Icefields Parkway ab, der erstmal nicht so beeindruckend begann, etwas „beeindruckender“ war dann schon ein Verkehrsschild mit dem Hinweis „Check your fuel. Next service: 202 km„. Aha, die nächste Tankstelle also erst in über 200 Kilometern… sowas kennt man aus Deutschland nicht. Nach rund 40 Kilometern – und mittlerweile beeindruckenderer Rocky Mountain Kulisse – Fahrt auf dem Icefields Parkway (rund 110 Kilometer vom Two Jack Lakeside Campground) dann der erste Stopp: Der Peyto Lake – durch seine auffällig türkise Farbe ist er quasi in fast jedem Bildband bzw. Reiseführer über Kanada zu finden. Auch wir haben ihn schon oft auf Bildern gesehen. Nun stehen wir also auf der Aussichtsplattform über dem See und sind live dabei. Ein traumhafter Ausblick – wenn da nicht die vielen Mücken gewesen wären, hätten wir diesen auch noch länger genießen können. Weiter ging es durch die Rockies. Nach weiteren rund 70 Kilometern und am frühen Nachmittag stand unsere Tageswanderung auf dem Programm: Der Parker Ridge Trail. Für den rund 6 Kilometer langen Trail  (Hin + Rückweg) benötigten wir knapp 2 Stunden und er bot uns spektakuläre Ausblicke auf die Rockie Mountains und vor allem Einblicke in die Gletscherwelt (Athabasca, Andromeda). Ein Muss für jeden, der dort vorbei fährt! Nach der tollen Wanderung waren wir aber doch froh, dass wir nach wenigen Kilometern einen Campground ansteuern konnten, um die Nacht zu verbringen: Wilcox Creek. Ein kleiner „unserviced“ Campground mit Plumpsklos und vor allem vielen Mücken.
Da der Wetterbericht für den morgigen Tag nichts gutes verheißt, entschlossen wir uns, heute bereits am Columbia Icefields Centre vorbeizufahren um den Glacier Skywalk zu besuchen, damit wir die Eindrücke auf schönen (sonnigen) Fotos festhalten können. Vom Campground war es lediglich eine rund 5 minütige Fahrt und für die Fotos hat es sich definitiv gelohnt, wie der nächste Tag zeigen wird…

Bilder von unserem nachmittäglichen Besuch des Columbia Icefield Discovery Centre und vom Glacier Skywalk: Vom Columbia Icefield Discovery Centre startete der Shuttle-Bus zum Skywalk. Nach rund 10 Minuten Fahrzeit waren kamen wir dort an, jeder bekam einen Audio Guide und durfte dann den „Walk“ gehen und sich erklären lassen, wie die Rockies entstanden, welche Tierwelt sie beherbergen und was es mit den Gletschern auf sich hat. Der Weg führte am Berg entlang hinunter bis zum „Skywalk“, eine Aussichtsplattform mit Glasboden – dem Höhepunkt des Ausfluges. Nach rund 45 Minuten haben wir alles gehört und gesehen, somit stiegen wir wieder in den nächsten Shuttle-Bus und fuhren zurück zum Discovery Centre.

Übernachtung: Wilcox Creek Campground
Die Route im Detail:

29.06.2015 – Tag 10: Athabasca Gletscher und Jasper
Nach einer ruhigen und kalten Nacht auf dem Wilcox Creek Campground bewahrheitete sich heute der Wetterbericht von gestern. Der erste richtige bewölkte Tag (mit leichten Regenschauern) auf unserer Reise. Wie gut, dass wir den Glacier Skywalk gestern besucht hatten. Heute stand die Fahrt mit einem „Icefield Explorer“ auf den Athabasca Gletscher auf dem Programm. Sonne ist natürlich immer schöner, aber das Wetter können wir nicht ändern. Los ging es also erneut zum Columbia Icefield Discovery Centre und dann ohne Wartezeit gleich in einen normalen Bus, der uns quasi noch die 500 Meter bis zu den „Explorer“ Fahrzeugen auf der anderen Straßenseite brachte. Dann ging die Fahrt los, und nach rund 10 Minuten wurde direkt auf dem Gletscher gehalten und wir duften für eine Fotosession auszusteigen, bevor es wieder die gleiche Strecke zurück ging.
Nach dem beeindruckenden Erlebnis fuhren wir nun im Motorhome weiter auf dem Icefields Parkway, vorbei am Tangle Creek und den Athabasca Wasserfällen bis wir schließlich Jasper erreichten .

Übernachtung: Whistler’s Campground, Platz 58O
Übernachtet haben wir im „Whistler’s Campground“, den ersten Campground auf unserer Reise mit 3-Services. Juhu… nach 10 Tagen war es eine Wohltat mal nicht aufs Wasser zu achten, nicht zu „dumpen“ und für Strom nicht den lauten Generator anschmeißen zu müssen. Zumindest für eine Nacht.

Die Route im Detail:

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