USA City-Hopping 2014

Seattle vom Kerry Park

Chicago | San Francisco | Seattle | Washington D.C.

Es stand wieder einmal ein geschäftlicher Termin an, diesmal in San Francsico. Da die Strecke München – San Francisco im Vielflieger-Jargon eine Rennstrecke ist und der Direktflug von Lufthansa auch „nur“ mit einem Airbus A330-300 geflogen wird (wahrscheinlich um die Preis künstlich hoch zu halten…), ist der Preis entsprechend teuer. Also habe ich nach Alternativen gesucht, allerdings nur innerhalb der Star-Allianz! Da kommt lediglich United noch so richtig in Frage… über Warschau (LOT), Lissabon (TAP) bzw. Istanbul (TK) wäre es zwar rund 350 EUR günstiger gewesen, dem gegenüber stand aber am Ende eine Gesamtreisezeit von teilweise über 30 Stunden! Das wollte ich mir nicht antun wollte – auf dem Rückflug schon gar nicht. Swiss und SAS waren zu dem Zeitpunkt ebenfalls zu teuer. Air Canada als Alternative wäre tatsächlich noch okay gewesen, aber da hatte ich schon so einen Plan im Hinterkopf, weswegen auch die Kanadier nicht in Frage kamen.
Der Plan war, jeweils auf dem Hin- und Rückflug einen Stoppover einzulegen, denn Umsteigen muss ich sowieso je einmal – und als USA-Fan steigt man dann natürlich in den USA um und nicht in Istanbul oder Portugal! Also suchte ich mir ein Routing über Städte, in denen ich bisher noch nicht gewesen bin, San Francisco muss natürlich dabei sein. Da ich „geschäftlich“, also auch allein, unterwegs war, habe ich auf niemanden Rücksicht nehmen müssen.
Am Ende Stand ein Routing, das nur 25 EUR günstiger als der Direktflug war und mich 6 Urlaubstage kostete. Das war es aber definitiv wert, denn auf der Liste standen:

  • Chicago (18.09.2014 – 21.09.2014)
  • San Francisco (21.09.2014 – 28.09.2014, Geschäftstermine)
  • Seattle (28.09.2014 – 01.10.2014)
  • Washington, D.C. (01.10.2014 – 04.10.2014)

Und damit 3 Städte, in denen ich bisher noch nicht war! Den Auftakt machte Chicago, der Hinflug ging am 18.09.2014 um 12:20 Uhr mit UA953 von München. Die Anreise hat problemlos und ohne Verspätungen funktioniert. Ich hatte vor allem Bedenken, da ich vorher gelesen/gehört habe, dass Chicago O’Hare ein ziemlicher „Katastrophen“-Flughafen sein soll, u.a. auch deswegen, weil er einer der weltweit größten Drehkreuze für die Luftfahrt ist und entsprechend hoch auch das Passagieraufkommen ist. Aber dank „Returning ESTA“ und einigen Immigration-Automaten, war ich innerhalb von 35 Minuten nach Verlassen des Fliegers mit meinem Gepäck schon am Taxistand!

Chicago

Chicago, Illinois, immerhin die drittgrößte Stadt der USA ist definitiv einen Kurzbesuch wert. In den 2 vollen Tagen, die ich geplant hatte, quartierte ich mich über Airbnb ziemlich zentral in Downtown ein, sodass ich alles Sehenswerte erlaufen konnte. Für die Sehenswürdigkeiten im weiteren Umkreis kaufte ich mir tatsächlich das erste Mal ein Ticket für den Hopp-on Hopp-Off Bus (Chicago Trolley). Es war natürlich toll, einmal den Beginn der historischen Route 66 zu sehen, die mitten im Zentrum beginnt. Und jeder von uns kennt noch Al Bundy aus „Eine schrecklich nette Familie“, wo im Vorspann der Serie der Springbrunnen zu sehen ist, und dieser Springbrunnen ist die Buckingham Fountain und steht im Herzen von Chicago. Auch der Ausblick vom höchsten Gebäude der Stadt, dem Willis Tower, habe ich mir gegönnt. auf der Skydeck Plattform in der 103. Etage gibt es Glasbalkone, auf denen man über 400 Meter in die Tiefe blicken kann.
Eine kleine Bilderauswahl von Chicago.

San Francsico

Der nächste Stopp auf der Tour war San Francisco. Hier war ich zwar eine ganze Woche, hatte aber durch die Geschäftstermine nur am Ende 2 volle Tage Zeit. Das gute war ja, dass ich ein Jahr zuvor schonmal hier gewesen bin und somit die Basics bereits kannte. Blieb also Zeit für Neues. Da man, im Gegensatz zu Chicago, ohne Fahrzeug nicht weit kommt, buchte ich mir für den Zeitraum einen Mietwagen. Schon allein deswegen, um noch einmal auf den Highway 1, nördlich von San Francisco zu fahren. Ein Ausflug ins Napa Valley gehörte aber auch dazu!

Seattle

Die Reise geht weiter Richtung Norden: Seattle, Washington, steht nun auf dem Programm. Auch hier habe ich mir wieder einen Mietwagen gebucht, schneller und flexibler Voranzukommen. So stand bspw. ein Ausflug nach Leavenworth an, was quasi das bayerischste Dorf außerhalb Bayerns ist und wo neben dem Original Oktoberfest in München, das weltweit zweitgrößte Oktoberfest außerhalb Bayerns stattdindet.
In Seattle ist sicherlich die Spektakulärste Sicht auf die Skyline vom Kerry Park! Dort sieht man nicht nur das Space Neddle sondern im Hintergrund auch noch den Mt. Rainier! Wer einmal in Seattle ist, sollte unbedingt zu dem Park. Ich habe mir zusätzlich ein Tages/Nachtticket für die Sky View im Columbia Tower gegönnt. Da steht man zwar hinter Glas, allerdings hat man von dort auch einen sehr schönen Blick auf die Skyline – und man sieht ebenfalls das Space Needle. Weiterhin habe ich mich einer „Free Walking Tour“ angeschlossen, wo es rund um den Pike Place Market und Downtown Seattle ging. Das waren spannende 2 Stunden mit vielen Informationen.

Und hier ein paar Bilder aus dem schönen Bayern, äähh…. aus Leavenworth, WA, rund 2 Autostunden östlich von Seattle:

Washington, D.C.

Der letzte Stopp vor der Rückreise: Die Hauptstadt der USA! Nun habe ich auch einmal die Möglichkeit gehabt, das „White House„, das Capitol und das Pentagon live und aus der Nähe zu sehen. Washington ist eigentlich eine gemütliche Stadt, ohne Wolkenkratzer. Das liegt aber daran, dass die Bauordnung verbietet, dass Gebäude höher gebaut werden dürfen als das Capitol! Damit hat man nicht nur von den Menschen den Eindruck, man könnte auch irgendwo in Europa sein. Auch in Washington habe ich mir eine Airbnb Unterkunft gesucht. Praktischerweise gab es 100 Meter weiter eine Fahrradverleihstation, was super ist, denn mit Rad kommt man in der Stadt am besten voran. Allerdings verbietet der Nationalfriedhof Arlington (wo auch J.F. Kennedy begraben liegt) das Radfahren auf dem riesigen Gelände. Das ist insofern bemerkenswert, als das man mit einem Auto ohne Probleme durchfahren darf. Der persönliche Höhepunkt in Washington war der Besuch den Capitols, wo der Senat und das Repräsentantenhaus ihre Sitzungen abhalten. Man kann das Capitol im Zuge einer Führung besichtigen.

Mit Washington, D.C. ging auch diese erweiterte „Dienstreise“ zu Ende! Am 04.10.2014 ging es um 17:20 Uhr mit UA132 über Nacht wieder zurück nach München.

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